Laura Rose als "Top Mentorin" geehrt
Laura Rose, Professorin für Populationsgenetik an der HHU, erhielt am 9. Juli bei der 20‑jährigen Jubiläumsfeier des Selma‑Meyer‑Mentoring‑Programms an der HHU den Preis „Top Mentor“. Der Preis würdigt ihr herausragendes Engagement als Mentorin für eine Vielzahl von Nachwuchswissenschaftlerinnen.
Ein großer Teil dessen, was eine akademische Laufbahn prägt, steht nie in einer Stellenbeschreibung. Wie plant man den nächsten Karriereschritt, wägt Forschung gegenüber Lehre und Verwaltungspflichten ab oder baut die Netzwerke auf, die entscheiden, wer sichtbar wird und wer befördert wird? Mentor*innen helfen Nachwuchswissenschaftler*innen dabei, diese ungeschriebenen Regeln zu entschlüsseln. Für Frauen und Angehörige marginalisierter Gruppen eröffnet eine gute Mentoring‑Beziehung zudem einen Raum, institutionelle Barrieren offen anzusprechen und gemeinsam zu überlegen, wie man darauf reagieren kann. Über die berufliche Orientierung hinaus stärkt ein solches Verhältnis das Selbstvertrauen und die Selbstwertigkeit der Mentee sowie ihr Zugehörigkeitsgefühl zur Wissenschaft. Das Selma‑Meyer‑Mentoring ist ein strukturiertes Mentoring‑Programm an der HHU, das vom Zentralen Gleichstellungsbüro angeboten und von Ekaterina Masetkina koordiniert wird und den Rahmen für solche Beziehungen schafft.
Wenn sie darüber nachdenkt, was sie zu dieser Rolle bewegt hat, beschreibt Laura Rose das Mentoring als einen beidseitigen Austausch:
"Through my regular meetings with my mentees, I learned a lot about leadership and communication. The mentees showed me a special perspective that you don't get through the typical supervisor-student interactions. These interactions allowed me to recognise ways I can improve my own supervision style and strategies I can apply in my research group." (Prof. Dr. Laura Rose, HHU)
Diese Art von Arbeit wird meist zusätzlich zu einem bereits vollen akademischen Stundenplan geleistet, ohne formale Vergütung. Die institutionelle Anerkennung von Mentoring hat noch Nachholbedarf, was eine Auszeichnung wie den „Top Mentor“-Preis zu einem echten Zeichen der Wertschätzung für diejenigen macht, die diese Aufgabe übernehmen. CEPLAS gratuliert Laura Rose herzlich zu dieser wohlverdienten Ehrung und bedankt sich für die Fürsorge, mit der sie die nächste Generation von Forschenden unterstützt.


