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Fortsetzung erfolgreicher Zusammenarbeit zur Genomeditierung in Reis

30/03/2026 KategorieTransfer KategorieForschung

Gastwissenschaftler Dr. Satendra Mangrauthia und CEPLAS-Mitglied Prof. Dr. Wolf B. Frommer haben ertragreiche Reissorte patentieren lassen.

Dr. Satendra Mangrauthia

Dr. Satendra Mangrauthia ist als Gastwissenschaftler an das Institut für Molekulare Physiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zurückgekehrt und setzt damit die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Genom-Editierung bei Pflanzen fort. Ziel seines 2. Aufenthaltes ist es,  gemeinsam mit den Forschenden des Institutes, Elite-Reissorten durch präzise genetische Modifikationen weiter zu verbessern.

Eines der herausragendsten Ergebnisse der bisherigen Zusammenarbeit ist die genomeditierte Reissorte „Kamala”, die durch Feinabstimmung der Aktivität eines Cytokinin-Oxidase-Gens entwickelt wurde. Ergebnisse aus landesweiten Feldversuchen, die im Rahmen des „All India Coordinated Research Project on Rice” (AICRIP) durchgeführt wurden, zeigen, dass „Kamala” im Vergleich zu etablierten Referenzsorten eine durchschnittliche Ertragssteigerung von 19 Prozent erzielt.

Diese Erkenntnisse zeigen das große Potential, das Genom-Editierung als präzises und effizientes Werkzeug zur Steigerung der Ernteerträge unter realen landwirtschaftlichen Bedingungen hat. Die zugrunde liegenden wissenschaftlichen Ergebnisse wurden als Preprint auf bioRxiv (https://doi.org/10.64898/2026.01.23.701329) öffentlich zugänglich gemacht.

Die Entwicklung von Kamala erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen indischen Forschungseinrichtungen und Partnern an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Die Universität ist als Mit-Erfinder im zugehörigen Patent aufgeführt, wobei CEPLAS-Mitglied Prof. Wolf B. Frommer sowohl als Erfinder als auch als Mitautor der wissenschaftlichen Veröffentlichung mitgewirkt hat.

Die Sorte ist nun in Indien offiziell registriert und könnte gemäß den geltenden nationalen Vorschriften für den Anbau zugelassen werden, da sie keine transgenen Sequenzen enthält. Dennoch hat ihre Registrierung eine öffentliche Debatte ausgelöst. Die „Coalition for a GM-Free India“ hat Kritik geäußert, woraufhin der Indian Council of Agricultural Research eine offizielle Erklärung veröffentlichte, in der die wissenschaftliche und regulatorische Einstufung von genom-editierten Nutzpflanzen wie Kamala klargestellt wurde.

Während seines derzeitigen Aufenthalts in Düsseldorf arbeitet Dr. Mangrauthia daran, Genom-Editierungsansätze auf weitere Reissorten auszuweiten, um die Ertragsstabilität und Stressresilienz weiter zu verbessern. Seine Arbeit verdeutlicht, wie wichtig internationale Zusammenarbeit ist, um Grundlagenforschung in konkrete landwirtschaftliche Innovationen umzusetzen.