CEPLAS-TransPLANT-Teilnahme am SynBioReactor Summit 2026
Pflanzenwissenschaften als Treiber für sozioökonomischen Impact
Am 19. und 20. Januar 2026 nahm CEPLAS am SynBioReactor Summit in Berlin teil, einer zum zweiten Mal von der German Association for Synthetic Biology (GASB) ausgerichteten Veranstaltung, die sich auf die Vernetzung der Forschungs- und Transferlandschaft in der Synthetischen Biologie konzentriert. Der Summit brachte rund 200 Teilnehmende zusammen, von denen etwa zwei Drittel Forschende waren. Etwa die Hälfte davon waren akademische Wissenschaftler*innen mit starkem Interesse an Forschungstransfer, während die andere Hälfte aus Startup-Gründeri*innen bestand, die bereits den Schritt von der Wissenschaft ins Unternehmertum vollzogen hatten und motiviert waren, ihre Forschung in reale Anwendungen zu überführen. Zu den weiteren Teilnehmenden zählten Investor*innen, Industrieexpert*innen sowie Akteur*innen aus dem Innovationsökosystem, wodurch ein vielfältiges Innovationsumfeld entstand.
Die Energie und Begeisterung des Publikums schufen eine inspirierende Atmosphäre und stärkten ein gemeinsames Gefühl von Aufbruch, Möglichkeiten und Dynamik innerhalb der SynBio-Community. In diesem Umfeld zeigte CEPLAS, wie seine Grundlagenforschung zur Entwicklung von Ansätzen für die Überführung pflanzenwissenschaftlicher Erkenntnisse in "SMARTe Pflanzen" beiträgt. Diese leisten einen Beitrag zur Bewältigung globaler Herausforderungen wie Klimawandel, begrenzter natürlicher Ressourcen und Bedrohungen der weltweiten Nahrungsmittelversorgung.
CEPLAS-Repräsentation auf dem SynBioReactor Summit
CEPLAS war auf dem SynBioReactor Summit durch TransPLANT vertreten, ein innerhalb von CEPLAS angesiedeltes Wissenschaftscommunity-Projekt zur Unterstützung des Transfers exzellenter akademischer Forschung in sozioökonomische Wirkung. CEPLAS-TransPLANT nahm mit einer Delegation von acht Mitgliedern teil, überwiegend Forschende in frühen Karrierephasen, und war sowohl mit einem Messestand als auch mit einem Vortrag auf der Hauptbühne präsent. In diesen Formaten präsentierte CEPLAS sein Forschungsprofil, seine Infrastruktur, das Ausbildungs- und Qualifizierungsumfeld sowie seine Vision von SMART Plants.
Die Präsenz von CEPLAS ermöglichte den Austausch mit einer Vielzahl von Stakeholdern, darunter potenzielle Doktorand*innen sowie Postdoktorand*innen, auf Biotechnologie spezialisierte Patentanwält*innen und Expert*innen aus den Bereichen Lebensmittel, Landwirtschaft und Biofabriken sowie Akteurinnen und Akteure, die Innovationsökosysteme vernetzen. Auch Investoren wie SPRIND, Corteva und FoodLabs spielten eine wichtige Rolle auf der Veranstaltung. Die pflanzenzentrierte Perspektive von CEPLAS stieß insbesondere bei Forschenden auf großes Interesse, die pflanzenbasierte synbio-orientierte Gründungen verfolgen und sich auf die biotechnologische Herstellung hochwertiger Moleküle in Pflanzen konzentrieren.
Für die teilnehmenden CEPLAS-Nachwuchswissenschaftler*innen bot der Summit wertvolle Einblicke in Transferpfade zur positiven gesellschaftlichen Wirkung. Zudem knüpften sie Kontakte zu potenziellen zukünftigen Arbeitgebern und identifizierten Peers mit ähnlichen Interessen am Forschungstransfer, von denen einige künftig als geförderte Forschungspartner oder Mitgründerinnen und Mitgründer von Startups in Frage kommen könnten. Diese Begegnungen verdeutlichten den Wunsch nach stärkeren Vernetzungen unter den an Forschungstransfer interessierten CEPLAS-Nachwuchsforschenden und initiierten Diskussionen über den Aufbau einer gezielten Initiative zur Unterstützung von pflanzenbasierter SynBio-Startup-Aktivitäten, Projekten und Kooperationen innerhalb des Clusters.
Neue Wege für den Transfer der Pflanzenwissenschaften
Die Begegnungen auf dem Summit machten deutlich, dass der Transfer pflanzenwissenschaftlicher Forschung in sozioökonomische Wirkung ein sich rasch entwickelndes Feld ist. Startups wie Bright Biotech zeigten, wie pflanzenbasierte Synthetische Biologie bereits heute als skalierbare Plattform für die biotechnologische Produktion eingesetzt wird. Gespräche mit Förderorganisationen wie SPRIND verdeutlichten zudem eine starke Bereitschaft, mutige und ambitionierte Innovationspfade zu unterstützen. SPRIND hob seinen Fokus auf disruptive Technologien statt inkrementeller Fortschritte hervor sowie seine Bereitschaft, substanzielle Fördermittel bereitzustellen, wobei einzelne Initiativen mit bis zu 90 Millionen Euro gefördert werden.
Dominic Schirmer, Florian Hänsel und Ricardo Godinez-Moreno



