Eindrücke vom CEPLAS Symposium 2017

24/10/2017

Über 100 Wissenschaftler/innen nahmen an der jährlichen Veranstaltung teil.

Das diesjährige CEPLAS Symposium fand zusammen mit dem Young Researcher Retreat am 19./20. Oktober im Mediapark in Köln statt. Mehrere Mitglieder des internationalen wissenschaftlichen Beirats waren angereist, um einen Überblick über die neuen Forschungsergebnisse des Clusters zu erhalten und um darüber hinaus auch wertvolles Feedback zu den aktuellen und zukünftigen Aktivitäten des Clusters zu geben.
Am ersten Tag gab jeder Forschungsbereichs-Koordinator einen Überblick über die wesentlichen Ergebnisse des letzten Jahres. Anschließend machten CEPLAS Nachwuchswissenschaftler/innen die Zuhörer/innen anhand von “elevator pitches” auf ihre Poster neugierig. Die Poster wurden daraufhin in der Postersession gut besucht und jede/r Teilnehmer/in konnte seine Stimme im Rahmen des Posterpreises abgeben. Prämiert wurden 1. Agatha Walla, 2. Katharina Gräfe, 3. Silke Weckopp.
Vor dem gemeinsamen Abendessen gab Prof. Dr. Bernd Müller-Röber (Universität Potsdam) in seiner Keynote Einblicke über die Regulierung komplexer zellulärer Netzwerke hinsichtlich Seneszenz und Stresstoleranz.

Am zweiten Tag wurde aus jedem Forschungsbereich (RA) ein spezifisches Projekt vorgestellt. Zu Beginn gab Jun.-Prof. Maria Albani (RA A) Einblicke in die Blühinduktion mehrjähriger Pflanzen. Anschließend stellte Prof. Georg Groth (RA B) einen innovativen Ansatz zur Unkrautreduzierung vor: Es werden spezifische Hemmstoffe verwendet, die nur gegen C4 Pflanzen (zu denen viele Unkräuter gehören) wirken, aber für C3 Pflanzen (zu denen viele unserer Nutzpflanzen gehören) unschädlich sind. Nach der Kaffeepause stellten zwei ehemalige Mitglieder des CEPLAS Postdoc Programms zentrale Projekte aus RA C bzw. RA D vor. Dr. Juliana Almario präsentierte eine gemeinsame Publikation mehrerer CEPLAS Mitglieder, die untersucht haben, wie Pflanzen ohne die vorteilhafte Symbiose mit Mykorrhizapilze dennoch ihren Phosphatbedarf ausreichend decken können. Dr. Anita Loeschcke stellte die Vorteile und Herausforderungen der Nutzung synthetischer Mikroorganismen für die Produktion von wertvollen Sekundärmetaboliten vor.
Die anschließende Keynote hielt Prof. Dr. Stefan Jansson (Umeå University, Schweden), der natürliche Variationen in Espen untersucht. Darüber hinaus berichtete Jansson seine persönlichen Erfahrungen in der Herstellung von Gerichten aus Nahrungsmitteln, die mit der CRISPR-Cas9 Methode verändert wurden. 2015 hatte das "Swedish Board of Agriculture” entschieden, dass mittels CRISPR-Cas9 veränderte Pflanzen nicht als genetisch modifizierte Organismen (GMO) einzustufen sind.

Zum Abschluss des CEPLAS Symposiums ging der Fokus von der Grundlagenforschung in die Anwendung. Dr. Isabel Vercauteren, CEO des Start-ups Aphea.Bio gab Einblicke in die verschiedenen Schritte und Etappen einer Firmengründung. Aphea.Bio ist erst im Juli 2017 gestartet und stellt unter Verwendung synthetischer Mikroben-Gemeinschaften biologische Pflanzenschutzmittel her.
Zusammenfassend bot die 2-tägige Veranstaltung neben vielen interessanten Vorträgen auch genug Zeit zum wissenschaftlichen Austausch und Networking. Mehrere CEPLAS Alumni nahmen ebenfalls am CEPLAS Symposium teil.

Heinrich Heine University
University of Cologne
Max Planck Institute for Plant Breeding Research
Forschungszentrum Jülich