Sechs Fragen an Björn Usadel

 

Frage 1

Was fasziniert Sie am meisten an den Naturwissenschaften?

Dass wir Dinge lernen und verstehen können und so Neues entdecken können.

Frage 2

Welche ist Ihre Lieblingspflanze und warum?

Solanum elaeagnifolium, eine invasive Pflanze, die ich das erste Mal im Urlaub „entdeckt“ habe. Nicht nur sieht diese schön aus, sondern sie ist auch trockenstressresistent und lässt sich mit der Aubergine kreuzen. Das passte perfekt in meine Arbeiten und immer wenn ich diese Pflanze sehe denke ich an Urlaub. Ähnliches gilt für Cuscuta aber Cuscuta ist keine schöne Pflanze…

Frage 3

Welches Ereignis in Ihrem Leben als Forscher ist Ihnen am meisten in Erinnerung geblieben?

Dass die wissenschaftlichen Ziele und Fragen von jungen Doktorand*innen häufig zu wirklich guten Ergebnissen führen können. 

 

Extra-Frage

Sie leiten seit dem 1. April das Institut Biological Data Science an der HHU. Wie waren die ersten Wochen für Sie, insbesondere unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie? Wo sehen Sie die Schwerpunkte Ihrer Arbeit?

Ich habe gesehen, wie viel Hilfe ich von meinen Kollegen und Freunden an der HHU bekomme. Corona macht vieles schwer, wir arbeiten zwar zu einem großen Teil theoretisch aber für den Aufbau von zwei neuen Instituten gibt es ohne persönliche Interaktion doch gewisse Herausforderungen. Schließlich habe ich auch eine fast fünfjährige Tochter, die ihre Freunde vermisst und nicht in die Kita kann. 

Die Schwerpunkte meiner Arbeit liegen in der Verarbeitung und Speicherung von biologischen Daten um daraus Vorhersagen für Kandidatengene und -prozesse zu treffen, wo uns besonders die pflanzliche Zellwand, Sekundärmetabolite und genomische Mechanismen der Stresstoleranz interessieren. Hierzu haben wir auch ein eigenes System der Klassifizierung von pflanzlichen Genen aufgebaut. 

Frage 4

Welchen Rat würden Sie jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern geben?

Bei Rückschlägen wieder aufstehen und weitermachen.

Frage 5

Wenn Sie die Wahl hätten, welche wissenschaftliche Frage würden Sie gerne beantworten können?

Wie können wir Methoden der Data Science benutzen um Pflanzen zu verstehen -da ich das schon mache - die Herausforderungen der Neuroprothetik.

Frage 6

Was machen Sie nach der Arbeit am liebsten?

Neue Sachen lernen, z.B. Sprachen oder aber neue Konzepte in der Informatik oder Mathematik, die nicht in meinem Forschungsbereich liegen. Oder meiner Tochter technische Sachen beibringen.

 

Steckbrief

Name:

Björn Usadel

Position: 

Leiter des Instituts Biological Data Science, HHU & Leiter des Instiuts Bioinformatics IBG4, Forschungszentrum Jülich

Bei CEPLAS seit:

2019

Geburtsort:

Herdecke, NRW

 

Heinrich Heine University
University of Cologne
Max Planck Institute for Plant Breeding Research
Forschungszentrum Jülich