Probiotika für Pflanzen: Die Zukunft der Landwirtschaft?

Genau wie wir Menschen werden auch Pflanzen von Millionen von Mikroorganismen besiedelt. Manche von ihnen sind schädlich und können Krankheiten verursachen, die meisten sind jedoch höfliche Gäste die die nährstoffreiche Umgebung höherer Organsimen nutzen, um zu gedeihen und eine eigene Nische zu besetzen.
Im Gegenzug nutzt der Wirt die Fähigkeit der Mikroben essenzielle Stoffe aufzunehmen und umzusetzen, die das Wachstum und die Fitness der Pflanze steigern können.
Berichten zufolge können manche der mit der Pflanze assoziierten Mikroben auch das Wachstum von krankheitserregenden Bakterien und Pilzen verhindern. Darüber hinaus können bakterielle Biofilme (zusammenhängende Flächen von Bakterien) die Pflanze vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen.
Die Forschung an den verschiedenen Organismen und an den Faktoren, die deren Zusammensetzung beeinflussen, eröffnet den Weg für ökologische Anwendungen in der Landwirtschaft.
Die in CEPLAS erlangten Kenntnisse um die Pflanzen-assoziierten Mikroben könnten der Schlüssel zur Verbesserung der Pflanzengesundheit und Produktivität sein während gleichzeitig Dünger und chemische Schädlingsbekämpfung, die in großen Teilen der Welt die Umwelt zerstören, reduziert werden könnten.

Beitrag von Friederike Brüssow, Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung

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Planter’s Punch

Unter der Rubrik Planter’s Punch wird jeden Monat ein bestimmter Aspekt des CEPLAS Forschungsprogramms vorgestellt. Alle Beiträge werden von Mitgliedern der Graduiertenschule und des Postdoc Programms erstellt.

Heinrich Heine University
University of Cologne
Max Planck Institute for Plant Breeding Research
Forschungszentrum Jülich