NutzPflanzen - Pflanzen nutzen

Vom Maisanbau der Mayas zu heutigen Superfoods

Wir laden Sie herzlich zu unserer neuen Vortragsreihe ein, die am 12. Juni 2017 startet. In insgesamt drei Vorträgen werden verschiedene Themen aus dem Bereich Pflanzen- und Agrarforschung sowie aktuelle Ernährungstrends behandelt. Was unterscheidet den Maisanbau der Mayas von unserem heutigen Monokultur-Anbau? Welche Rolle spielt eigentlich die Pflanzenzüchtung aus landwirtschaftlicher, wirtschaftlicher, politischer und ernährungsphysiologischer Sicht? Und haben Superfoods wirklich Superkräfte?

Am Beispiel von drei Aspekten aus dem Bereich Nutzpflanzen und Ernährung beschreibt Prof. Westhoff welche Entwicklungen in diesen Bereichen jeweils stattgefunden haben und welche Perspektiven es hier gibt. Die allgemeinverständlichen Vorträge finden jeweils um 18:00 Uhr im Verwaltungsgebäude des Botanischen Gartens der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf statt (Gebäude 29.01, 1.Etage). Der Eintritt ist frei.

Vom Maisanbau der Mayas zur Monokultur

Montag, 12.06.2017

Durch den gezielten Anbau unterschiedlicher, sich ergänzender Nutzpflanzen lassen sich die Ernteerträge steigern. Schon die Mayas nutzten dieses Wissen, und bauten Mais daher immer in Verbindung mit anderen Nutzpflanzen an (sog. „Milpa“). Diese Mischkultur unterscheidet sich komplett von der Art, wie Mais heute angebaut wird, nämlich meist in riesigen Flächen als Monokultur. Doch warum werden heutzutage Nutzpflanzen fast nur noch als Monokultur angebaut? Welche Vorteile bietet diese Art des Anbaus und wären andere Anbauformen überhaupt noch wirtschaftlich rentabel? Könnten Mischkulturen den Kleinbauern in Entwicklungsländern helfen, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten?

Vom Einkorn zum Hochleistungsweizen – die Entstehung und Bedeutung des Weizens für die Menschheit

Montag, 26.06.2017

Weizen ist eine der wichtigsten Nutzpflanzen weltweit und nimmt von allen Getreidearten die höchsten Anbauflächen ein. Die Erfolgsgeschichte des Weizens begann bereits vor ca. 10.000 Jahren mit der Domestizierung von Einkorn und Emmer. Doch diese primitiven Urweizensorten ähnelten unserem heutigen Weizen nur wenig. Generation um Generation wurde die ursprünglichen Weizenvarietäten weiter gezüchtet, bis schließlich unser heutiger Brotweizen entstand. Dieser ist aus unserer täglichen Ernährung nicht mehr weg zu denken und spielt darüber hinaus auch wirtschaftlich und politisch eine entscheidende Rolle. Doch welche Gefahren drohen dem Weizenanbau und welche Folgen hatte die Jahrtausende lange Züchtung?

Superfoods – was sind und was können Chia, Goji und Co?

Montag, 03.07.2017

Superfoods sind heutzutage buchstäblich in aller Munde. Zum einen bieten Pseudogetreide wie Quinoa und Amaranth glutenfreie Alternativen zu herkömmlichen Getreideprodukten. Zum anderen werden Chiasamen, Gojibeeren, oder Acaibeeren als wahre Wundermittel für eine bessere Vitaminversorgung und Verdauung oder zur Gewichtsreduktion angepriesen. Was können diese Superfoods und was nicht? Sind sie wirklich besser als unsere heimischen Nutzpflanzen?

Prof. Dr. Peter Westhoff
...bekleidet seit 1988 den Lehrstuhl für Entwicklungs- und Molekularbiologie der Pflanzen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und fungiert seit November 2014 als Prorektor für Forschung und Innovation. Neben einer Vielzahl weiterer Funktionen im Rahmen internationaler Pflanzenforschungsprojekte war Prof. Westhoff von 2000 bis 2004 Mitglied im Fachausschuss Botanik der Deutschen Forschungsgemeinschaft und saß von 2006 bis 2012 in deren Senat. 2013 wurde Prof. Westhoff in die Nationale Akademie der Wissenschaften (Leopoldina) aufgenommen. 

Heinrich Heine University
University of Cologne
Max Planck Institute for Plant Breeding Research
Forschungszentrum Jülich